William Bell

Von Clearwater über Tamworth nach Vöcklabruck

William Bells Songs packen jeden, weil sie aus dem Leben gegriffen sind, und zwar aus einem harten, erfahrungsreichen Leben das wenige so geprägt hat wie ihn.
Aber auch die Lieder, die er von anderen Komponisten und Interpreten in sein Repertoire integriert hat, erhalten - von ihm gespielt - einen eigenen Charakter.
William Bell wuchs in Clearwater, Florida, mit Country, Blues und Folk auf. Seine ersten Kontakte zur Musik hatte er zu einer Zeit, als der Rock`n Roll geboren wurde. Er entdeckte sein wachsendes Musikinteresse, und für ihn stand damals schon fest, Musiker zu werden.
Mit 14 verließ er sein zu Hause und erfuhr was Leben auf der Straße heißt. Von lokalen Musikern lernte er durch Zuhören und Zusehen das Gitarrespielen. Schallplatten und nächtelanges Übern halfen ihm sein Können zu erweitern.

Mit 17 baute er sein erste Band, "The Rumors" auf und spielte in den Clubs und Dancehalls von Tampa bis Tallahassee.
Während der Flower Powerzeit spielte William als Begleitgitarrist für nahmhafte Bands.

Als ihn 1968 der Einberufungsbefehl nach Vietnam aus seiner Musikwelt herausreißen sollte, entschloss er sich den Krieg zu verweigern und flüchtete nach Österreich, in die Heimat seiner Mutter.

Ein Jahr später hatte er in Oberösterreich bereits eine Band mit Namen "Electric Mob" zusammengestellt.
1971 wurde die Gruppe "Century A.D." gegründet die durch Österreich fegte.
1974 gewann er den Bandwettbewerb in Linz.
1976 tourte er mit "Blackwater Bluegrass", verstärkt durch Musiker aus South Wales durch Österreich.
Zurück in Österreich kam 1986 der Erfolg mit der "Rolling Riverband".

"Nugget" und erste LP

Der Durchbruch erfolgte mit der Gruppe "Nugget" und der ersten LP "Golden Distance" im selben Jahr.

Mit "Southern Breeze" zog er sich 1991 in ein Londoner Studio zurück und nahm die CD "Almost Home" mit Eigenkompositionen auf.

1994 folgte die nächste CD "Just Hangin`round".
In den nächsten Jahren spielte die Band in den meisten Ländern Europas.
2001 zog es William weiter weg und er tourte ein Jahr durch Australien und die USA.
Zwei Jahre später wollte William ein Time out und flog nach Mauritius und Reunion. Auch hier konnte er das Spielen nicht lassen und wurde durch neue Einflüsse inspiriert.
2004 wurde in Polen die CD "In the Room", ein gemeinsames Projekt von Witold Cislo, Komponist, und William Bell, Autor, interpretiert von Krystoff Kiliansky, mit Platin ausgezeichnet.

Nach einer längeren künstlerischen Pause kehrte er in seine Wahlheimat Oberösterreich zurück und wurde hier für seine neue CD "Midnight Trains" in Zusammenarbeit mit Gerald Armbrucker inspiriert.

Williams Musik lässt sich nicht in Klischees pressen, sie ist einfach seine Musik, geprägt durch Reisen und verschiedene Stilrichtungen aus allen Ländern, wie zum Beispiel Cajun, Blues, Folk, Swing und Jazz.

In jedem seiner eigenen Songs treten neue Facetten hervor, kommen andere Stileinflüsse zu Tage und dennoch haben alle Nummern unzweifelhaft eines gemeinsam, etwas das mit Texten, dem Rhythmus, dem hohen Niveau und schließlich mit der Interpretation zu tun hat.

Das unterscheidet die Songs von Willy Bell so sehr von anderen.